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stolpersteinProjekt Stolpersteine - Schüler forschen zu einer jüdischen Familie aus Ahaus

Zu Beginn des Schuljahres 07/08 wurde an unserer Schule unter der Leitung von Frau Tieck und Herrn Sachse die AG/WP „Stolpersteine" ins Leben gerufen, in der Schülerinnen und Schüler der Realschule im Vestert die Geschichte und das Schicksal der Ahauser Familie Gottschalk erforscht haben und die dokumentierten Ergebnisse im Rahmen der feierlichen „Stolpersteinverlegung" am 4. März 2008 multimedial präsentierten.

Was sind Stolpersteine?

stolpersteineDie Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Mit diesen Mahnmalen will er an das Schicksal der Menschen erinnern, die von den Nationalsozialisten deportiert und u. a. in Konzentrationslagern und Vernichtungslagern ermordet wurden. Dazu lässt er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Pflaster ein. "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", sagt Gunter Demnig. Mit den Steinen vor den Häusern hält er die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten.  Inzwischen hat Gunter Demnig rund 11.000 Steine in über 220 Städten und Gemeinden gesetzt, u.a. bereits auch mehrere in Ahaus.

Schüler forschen zur Geschichte der Ahauser Familie Gottschalk

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Um die Erinnerung an die Familie Gottschalk aufrecht halten zu können, mußten die Schülerinnen und Schüler die Geschichte der drei Familienmitglieder zuerst erforschen. Dabei wurden Stammbäume erstellt, Zeitzeugen befragt, Quellen aus dem Stadtarchiv ausgewertet, Schauplätze jüdischen Lebens in Ahaus aufgesucht und besichtigt. Gleichzeitig wurde auch der Alltag der Familie in Ahaus bis zu ihrer Deportation und ihr weiters Schicksal ins Blickfeld genommen werden.

 

SchülerInnen der AG/WP "Stolpersteine" besuchen den jüdischen Friedhof in Ahaus

„Versteinerte" Erinnerung und Mahnmal - die Stolpersteinverlegung

Liegen die Daten vor, fertigt Demnig einen Betonwürfel mit 10 Zentimeter Kantenlänge, der mit einer Messingplatte abschließt. Diesen versieht er in der Regel mit dem Schriftzug Hier wohnte (auch: Hier lebte, oder: Hier wirkte), dem Namen, Geburtsjahr und dem Schicksal des Menschen, meist dem Datum der Deportation oder des Todes. Den Stein lässt er jeweils bündig in den Bürgersteig oder die Straße direkt vor der Haustür zur letzten Wohnung des Opfers ein. Im Rahmen der Stolpersteinverlegungfür die Familie Emil Gottschalk am 4. März 2008 in der Kreuzstarße 12 hat die Schul-AG eine multimediale Präsentation in Form einer CD vorgestellt, die die Geschichte der Familie Gottschalk anschaulich dokumentiert und so das Andenken an sie erhält. 

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oben: Gunter Demning und Schülerinnen und Schüler der RIV bei der Verlegung der Stolpersteine
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unten: Das Cover der CD mit der multimedialen Präsentation zum Leben der Familie Gottschalk
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Zeitungsberichte zur Stolpersteinverlegung


Schüler auf Spurensuche

Realschule im Vestert begleitet Stolpersteinprojekt

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Ahaus - Ernst und gespannt folgte das Publikum den jungen Rednern bei ihrer Präsentation. Im Dorothee-Sölle-Haus stand am Dienstag das dunkelste Kapitel der Stadtgeschichte im Mittelpunkt: Die Deportation und Ermordung jüdischer Mitbürger.

Die Präsentation der AG Geschichte der Realschule im Vestert folgte im Anschluss auf die "Stolpersteinverlegung" in der Wallstraße und in der Kreuzstraße, unter anderem zum Gedenken an Familie Gottschalk (Münsterland Zeitung berichtete). Somit stand die traurige Geschichte dieser jüdischen Familie im Mittelpunkt des Vortrags, denn sie sollte nicht in Vergessenheit geraten.

21 Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 der Realschule im Vestert beteiligten sich an dem Projekt. Mit der Unterstützung der Lehrer Kai Sachse und Ulrike Tieck arbeiteten die Schüler in der AG Geschichte seit Beginn des Schuljahrs 07/08 hart an ihrem Thema: Sie recherchierten in den Stadtarchiven von Ahaus und Münster, werteten die Quellen aus, erstellten Stammbäume und besichtigten Schauplätze jüdischen Lebens in Ahaus. Sogar Zeitzeugen ließen sich durch eine Zeitungsannonce finden und standen Rede und Antwort. Nach und nach setzen sich so die einzelnen "Puzzleteile" zusammen und ergaben ein vollständiges Bild. Kleine Fragen blieben jedoch offen, die vermutlich nur die Beteiligten selbst hätten beantworten können.

Durch die Recherchen konnten am Ende alte Fotos, Dokumente und Karten mit in den Vortrag einfließen und dem Publikum ein besseres Bild der Umstände bieten. Die Lebens- und Leidenswege der Gottschalks wurden mit ergreifenden und wahren Begebenheiten dargestellt sowie wie mit erdachten Episoden untermalt, die sich so zugetragen haben könnten. Diese zusätzlichen Materialien trugen allesamt zum Verständnis des Leides bei.

Multimedia

Für Jung und Alt stand zum Abschluss die entstandene Multimedia-Präsentation am Laptop zur Verfügung. Mit einfachen Mausklicks war es interaktiv möglich, sich tiefer in die Thematik zu lesen oder den ein oder anderen Aspekt neu zu entdecken. Jedoch ist dies nicht das Ende der Reihe. In Zukunft soll es eine Ausstellung der Schüler geben, die versuchen soll, das "Puzzle" weiter zu vervollständigen. - len 

05. März 2008 | Quelle: Quelle: Münsterland Zeitung

Steine gegen das Vergessen

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Ahaus - Unter großer Anteilnahme hat gestern der Kölner Künstler Gunter Demnig sieben neue "Stolpersteine" verlegt, die an verfolgte und ermordete jüdische Familien erinnern. Einer der mit Messing beschlagenen Steine wurde an der Wallstraße 3 verlegt. Dort waren die letzten zwölf jüdischen Bewohner des Kreises Ahaus interniert worden, bevor sie ins KZ deportiert wurden. An der Kreuzstraße verlegte Demnig sechs Steine zur Erinnerung an die Familie Gottschalk. Das tragische Schicksal dieser Familie haben Schüler der Realschule im Vestert unter Anleitung ihrer Lehrer Ulrike Tieck und Kai Sachse erforscht und dokumentiert. Der stellvertretende Bürgermeister Rudolf Enning-Harmann nannt das Engagement der Schule sowie des VHS-Arbeitskreises "Ahauser Geschichte von 1933 bis 1945" beispielhaft: "Sie sorgen dafür, dass die jüdischen Namen ihren festen Platz in unserer Erinnerung behalten. Nach dem Verschwinden der Menschen darf nicht auch noch die Erinnerung verschwinden. Begleitet wurde die Verlegung vom Schülerorchester der Realschule im Vestert. Die Schüler stellten die Ergebnisse ihrer geschichtlichen Nachforschungen anschließend im Dorothee-Sölle-Haus vor. - groBericht folgt -

04.März 2008 | Quelle: Quelle: Münsterland Zeitung


>>>grosses Bild

Ahaus - Auf Initiative des VHS-Arbeitskreises "Ahauser Geschichte 1933-1945" hat der Kölner Künstler Gunter Demnig - schon an mehreren Stellen der Ahauser Innenstadt Stolpersteine zur Erinnerung an die verfolgten jüdischen Familien verlegt. An den ehemaligen Wohnadressen der Ermordeten weisen diese ebenerdig im Pflaster liegenden messingfarbenen Steine mit ihrer Inschrift auf die Ermordeten - und vereinzelt auch auf Überlebende - hin.

Die nächste Verlegung beginnt am Dienstag, den 4. März, um 15 Uhr vor dem Haus der Familie Schlösser, Wallstraße 3 in Ahaus. In diesem Gebäude wurden die letzten zwölf jüdischen Bewohner des Kreisgebiets interniert, bevor sie nach Theresienstadt deportiert wurden. Aus Gronau kamen die beiden Schwestern Johanna und Lisette Lion, aus Vreden Margarethe Heimann mit ihrer Tochter Ilse sowie Amalie Wolff mit ihrer blinden Tochter Meta, aus Südlohn das Ehepaar Aron und Rika Wolff, Samuel Wolff sowie Herz Wolff mit seiner Tochter Frieda, aus Epe oder Südlohn schließlich Emma Pins. Von ihnen kehrte allein Amalie Wolff lebend zurück.

Dokumentation

Die zweite Verlegeadresse dieses Nachmittags ist das Haus Kreuzstraße 12: Dort wohnten Emil und Irma Gottschalk mit ihrem Sohn Ernst Josef sowie Irmas Eltern Adolf und Billa Kahn, außerdem die ältere Verwandte Bertha Elburg geborene Gottschalk. Das tragische Schicksal der Familie Gottschalk haben Schülerinnen und Schüler der Realschule im Vestert unter Anleitung ihrer Lehrer Ulrike Tieck und Kai Sachse erforscht und dokumentiert.

Ihre Ergebnisse werden sie am Verlegeort der sechs Stolpersteine, ausführlicher anschließend bei einer Tasse Kaffee im evangelischen Gemeindehaus vorstellen. Dort wird auch die entstandene multimediale Präsentation in CD-Form gezeigt.

03.März 2008 | Quelle: Quelle: Münsterland Zeitung


 

 

 

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