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Mathe

„Von einer „Rechenschwäche“ oder „Dyskalkulie“ sprechen wir, wenn ein Kind in grundlegenden Bereichen des mathematischen Verständnisses scheitert und in anderen Bereichen zumindest durchschnittliche Leistungen erbringt.“ (Mathematisch-Lerntherapeutisches Institut, www. Rechenschwaeche.org)

Seit dem Schuljahr 2006 entwickeln wir eine spezielle Förderung im Fach Mathematik. Dazu werden die Schülerinnen und Schüler, bei denen eine isolierte Schwäche in Mathematik auffällt, bei Bedarf einer besonderen Kurzdiagnose unterzogen und zweistündig in der Woche in einer Kleingruppe gefördert.

Dyskalkulie sollte schon in der Grundschule diagnostiziert werden. Im Moment gibt es nur Diagnosetests bis Klasse 4. Wurde bei Ihrem Kind bereits in der Grundschule Dyskalkulie diagnostiziert, sollten Sie uns schon bei der Anmeldung auf die Rechenschwäche ihres Kindes aufmerksam machen. Da die Rechenschwäche vor allem auf mangelnde Vorstellung und Fähigkeiten im Bereich der Grundrechenarten zurückgeht, liegt hier der Schwerpunkt der Förderung. Dabei wird Wert gelegt gelegt auf möglichst anschauliche Vermittlung der Rechenkompetenzen Addieren, Subtrahieren, Multiplizieren und Dividieren. Um das Verständnis für Zahlen, Rechenoperationen und Rechenstrategien aufzubauen, kommen verschiedene Methoden zum Einsatz (Arbeitsblätter, Erstellen eigener Materialien, mathematisch orientierte Spiele, Anschauungsmaterial, u.a.) Die Wahrnehmung alltäglicher mathematischer Bezüge und auch räumliches Vorstellungsvermögen werden in die Förderung mit einbezogen. Die Schülerinnen und Schüler trotz ihrer Rechenschwäche für das Fach Mathematik zu motivieren und zu stärken ist ein wesentliches Ziel der Förderung.

 

Symptome der Dyskalkulie

Folgende Symptome treten bei rechenschwachen Kindern häufig auf: 

Sofern bei einem Kind von den unten genannten Symptomen nur wenige zutreffen, sollten Sie nicht vorschnell auf eine Rechenschwäche schließen. Sofern jedoch eine Vielzahl der Symptome zu beobachten ist, raten wir zu einer förderdiagnostischen Untersuchung.

Mathematischer Bereich

Das Kind

  • kann sich beim Rechnen nicht von den Fingern lösen.
  • kann nahezu alle Aufgaben nur zählend lösen.
  • verrechnet sich häufig um 1.
  • scheitert vor allem an "Minus"- Aufgaben.
  • kann oft nur mit Hilfe von Anschauungsmaterial rechnen.
  • verwechselt die Rechenarten.
  • hat Probleme bei sog. "Lücken"-Aufgaben (? - 7 = 5).
  • löst die Aufgabe 7 + 7 spontan und muss bei 8 + 7 lange überlegen.
  • verrechnet sich häufig bei Zehnerübergängen.
  • vertauscht Zehner und Einer zweistelliger Zahlen.
  • erkennt ganz "offensichtlich" falsche Lösungen nicht.
  • hat Schwierigkeiten mit der Null als Zahl und Ziffer.
  • zählt bei 1x1-Reihen immer wieder von unten hoch, häufig mit Hilfe der Finger.
  • hat auffallende Schwierigkeiten mit Sachaufgaben.
  • rät Ergebnisse.
  • kann nicht mit Größen umgehen (Längenmaße, Zeitmaße, Gewichte).
  • kann nicht mit Geld umgehen.
  • lernt die Uhr nicht.
  • will nur untereinander rechnen und nicht im Kopf.
  • kann keine Probeaufgabe bilden.
  • kann keine Ergebnisse abschätzen.  

Hausaufgaben & Üben

Die folgenden Auffälligkeiten beziehen sich auf regelmäßig wiederkehrende Situationen und Verhaltensmuster beim zusätzlichen Üben und beim Erledigen der Hausaufgaben.

Das Kind

  • benötigt für die Hausaufgaben sehr viel Zeit.
  • rechnet heimlich mit den Fingern.
  • braucht ständig die Nähe eines Erwachsenen.
  • erledigt seine Aufgaben fast nie selbständig.
  • weiß nicht, was es auf hat.
  • fragt nach jeder kleinsten Rechnung, ob das richtig ist.
  • benötigt für die Hausaufgaben sehr viel Zeit.
  • konzentriert sich scheinbar nicht.
  • scheint beim Rechnen nicht bei der Sache zu sein.
  • starrt beim Rechnen aus dem Fenster oder gegen die Wand.
  • vergisst (besonders bei Klassenarbeiten), was es tags zuvor schon scheinbar konnte.
  • kann seinen Rechenweg nicht erklären.
  • weiß nicht, was in der Schule gemacht wird.

Psychische Beeinträchtigungen und Verhaltensauffälligkeiten

Häufig sind rechenschwache Kinder in der Schule und im häuslichen Umfeld großen Belastungen ausgesetzt. Aufgrund irrationaler Rechenstrategien ist die Anstrengung beim Rechnen sehr hoch. Für die Hausaufgaben brauchen rechenschwache Kinder nicht selten bis zu 2 Stunden.

Mehr als die Hälfte aller rechenschwachen Kinder leidet aufgrund der Versagenserlebnisse unter Schulangst, als Folge können psychosomatische Beschwerden entstehen.

Das Verhalten des Kindes ändert sich meist zunächst in Situationen, in denen es mit mathematischen Lernanforderungen konfrontiert ist. Eine Generalisierung der Verhaltensmuster auf andere Bereiche ist häufig die Folge.

Das Kind

  • klagt häufig über Bauch- und Kopfschmerzen.
  • hat Angst vor Mathematik.
  • hat Angst vor dem Lehrer.
  • hat Angst vor Klassenarbeiten.
  • hat generelle Schulangst.
  • neigt zur Leistungsverweigerung.
  • blockt ab.
  • verhält sich aggressiv.
  • spielt den Klassenkasper.
  • wird gehänselt, hat in der Schule keine Freunde mehr.
  • zieht sich zurück.
  • weint häufig.
  • schläft vor Klassenarbeiten schlecht.
  • hält sich für dumm.
  • hat extreme Misserfolgserwartungen.

(Quelle: www.rechenschwaeche.org)

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 Elternsprechtag

Am Freitag, dem 24. November 2017 ist von 13.30-18.30 Uhr Elternsprechtag. Sie können über die Schülerinnen und Schüler Termine mit den entsprechenden Lehrern vereinbaren. Informationen zu Zeiten und Raumbelegungen finden Sie hier:

Raumplan

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Nächste Termine

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