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Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen erkunden Stolpersteine

57 Stolpersteine an verschiedenen Stellen in der Ahauser Innenstadt erinnern an die ehemals hier beheimateten jüdischen Familien, deren Mitglieder erst entrechtet und verfolgt, schließlich zur Flucht genötigt oder ermordet wurden.

Die Abschlussklassen der RiV haben in den letzten Wochen eine Auswahl der Stolpersteine besucht. Vorausgegangen war in den meisten Klassen eine Auseinandersetzung mit der Deportation der jüdischen Mitbürger aus Ahaus.

Der frühere Geschichtslehrer Hermann Löhring, der sich seit vielen Jahren mit dem Schicksal der jüdischen Mitbürger in Ahaus auseinandergesetzt hat, hat es verstanden, den Schülerinnen und Schülern viele Einzelschicksale jeweils am Ort der Stolpersteine nahezubringen.

 Mit Interesse hörten sie u.a. die Geschichte von Josef Frankenhaus (der einzelne Stolperstein liegt an der Königstraße in der Nähe des Textilhauses Steingrube), der, nach dem Tod der Mutter und seiner Tante vollkommen alleine stand und in der Nazizeit von einer Witwe aus Ahaus aufgenommen worden. Er bekam als geistig Behinderter gelegentlich Aushilfsarbeiten. Man kannte ihn in Ahaus, weil er oft die Koffer der Reisenden vom Bahnhof zum damaligen Hotel Orthaus brachte. Oft ist er wegen seiner Behinderung gehänselt worden. Die Nazis haben ihn dann aus zwei Gründen umgebracht zum einen, weil er geistig behindert und Jude war.

Bemerkenswert ist auch die Geschichte, von Jakob Müller, den seine Tochter wegen seines hohen Alters von 90 Jahren bei ihrer Emigration nach Brasilien nicht mitnehmen konnte. Die Schwestern des Marien-Krankenhauses in Ahaus nahmen ihn auf und versorgten ihn. Als auch er von den Nazis verschleppt werden sollte, stellte sich die Schwester Oberin vor die SS-Leute und sagte, dass sie ihn niemals herausgeben würde, und sie bot sich an, für ihn lieber in den Tod zu gehen. Die SS-Leute gaben auf und entfernten sich.

So konnte Hermann Löhring die Schülerinnen und Schüler durch seine überzeugende Art des Erzählens und Informierens fesseln.

Das Programm wurde durch den Besuch des jüdischen Friedhofs mit entsprechenden Informationen abgeschlossen.

Die Schüler und Schülerinnen der RiV werden in Zukunft sicherlich nicht achtlos über die Stolpersteine hinweggehen, wo immer sie ihnen begegnen werden. So die Hoffnung der beteiligten Lehrerinnen und Lehrer der Schule.

 

 

 

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